Einschulungsphase

Anmeldung der Schulanfänger

Die zukünftigen Schulanfänger werden gemeinsam mit ihren Eltern zur Anmeldung in die Schule eingeladen. Zuerst werden die Formalitäten erledigt. Der derzeitige Entwicklungsstand eines jeweiligen Kindes wird anhand von kleinen spielerischen Aufgaben festgestellt, dokumentiert und im Gespräch mit den Erziehungsberechtigten erörtert. Mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten findet anschließend ein Austausch zwischen Schule und Kindergärten statt, um eine bestmögliche Förderung der Kinder vor der Einschulung zu gewährleisten und gegebenenfalls in die Wege leiten zu können.

Die Schulanmeldung findet in der Regel im Zeitraum Oktober - Novemeber jeden Jahres zum kommenden Schuljahr statt. 

Besuch in der ersten Klasse

Im Mai oder Juni besuchen die zukünftigen Schulkinder der Kindergärten mit ihren Erzieherinnen eine erste Klasse und arbeiten auch schon im Unterricht mit. Dabei erhalten sie die Gelegenheit, die Räumlichkeiten und eventuell ihre zukünftige Klassenlehrerin kennen zu lernen. Ebenso erfahren sie, wer mit ihnen in einer Klasse sein wird.

In einer Schulstunde wird gemeinsam gesungen und gespielt, so dass die Kinder schon eine erste Vorstellung von Unterricht in der Schule entwickeln können. In einem kleinen Arbeitsheftchen wird geschrieben (der eigene Name) und gemalt. Dieses bekommen die Kinder zur Erinnerung mit nach Hause.

Kooperation Kindergarten — Grundschule

Mit der Bildungsvereinbarung im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder, dem Schulfähigkeitsprofil und dem Schulrechtsänderungsgesetz 2003 ist landesweit ein neuer Rahmen geschaffen worden, der die Zusammenarbeit dieser Bereiche weiter entwickeln soll. Daher werden alle Erziehungsberechtigten im Vorfeld der Schulanmeldungen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
Diese erste Information wird geplant und durchgeführt in enger Kooperation zwischen Grundschule und umliegenden Kindergärten. Der Schulleiter informiert hier erstmalig über die Grundschule und die Inhalte sowie Organisationsformen des ersten Schuljahres.

Elterninformationsabend

Die Eltern aller Schulanfänger werden zu einem ersten lnformationsabend vor den Sommerferien in die Schule eingeladen und über folgendes informiert:

  • die Schule
  • die neuen ersten Klassen
  • Inhalte des ersten Schuljahres  
  • das anzuschaffende Schulmaterial
  • Ablauf des Einschulungstages
  • Schulwegsicherheit
  • Lernstandsdiagnostik in den ersten Schulwochen
  • das Ganztagskonzept und Betreuung von `8 bis 1´
  • die Fördervereine beider Standorte
  • wenn bereits bekannt: Vorstellung der Klassenlehrkräfte

Die Eltern erhalten eine Broschüre über unsere Schule, in denen die wichtigsten Informationen zusammengefasst noch einmal nachlesbar sind.

Erster Schultag

Für alle Schüler wird ein Einschulungsgottesdienst angeboten. Nach dem Gottesdienst findet für die Erstklässler und ihre Angehörigen eine kleine Einschulungsfeier in der Aula statt. Dort bieten Schüler der anderen Klassen ein kurzes buntes Programm zur Begrüßung der Neuen. Der/Die Klassenlehrer/in überreicht in diesem Rahmen jedem Einzelnen die Schultüte, die einen Tag vorher in der Schule abgegeben worden ist. Danach gehen die Kinder mit ihrer Lehrerin/ ihrem Lehrer in ihre Klasse und haben ihre erste gemeinsame Schulstunde.

In dieser Zeit können die Angehörigen in der Pausenhalle eine Tasse Kaffee trinken, der ihnen vom Förderverein unserer Schule angeboten wird.

Am gleichen Tag oder an einem der folgenden Tage wird die Klasse für die Tageszeitung fotografiert.

Patenschaften

In den ersten Schultagen lernen die Erstklässler ihre Paten bei gegenseitigen Besuchen in den Klassenräumen kennen.  Die Paten kümmern sich vor allem in den ersten Wochen um die „Kleinen“.  Besonders in den Pausen wird drau¬ßen zusammen gespielt.  Ebenso wird gelegentlich eine Stunde gemeinsam gelernt.

Die ersten Schulwochen

Ziel der ersten Schulwochen ist es, die Kinder an das Schulleben zu gewöhnen. Dabei wird an ihre Vorerfahrungen und Erwartungen angeknüpft. Viele Verhaltensformen werden geübt, um in Ruhe lernen zu können. Dazu gehören verschiedene Formen von Aktionen, Bewegung und Stille, Zuhören und Mitteilen, das Training der Motorik, der Umgang mit dem Arbeits- und Unterrichtsmaterial.

Der Lese- und Schreiblehrgang erfolgt mit allen Sinnen, ebenso die Einführung in die Welt der Zahlen. Viele Spiele erleichtern das Üben, führen hin zu ersten Formen der Freien Arbeit, der Partner- und Gruppenarbeit.

Mirola - Lernstandsdiagnostik in den ersten Schulwochen

Um den aktuellen Wissens- und Könnensstand für die Entwicklung eines angemessenen Unterrichts zu erfahren, wird in den ersten Wochen nach der Einschulung eine Lernstandsdiagnostik in Kleingruppen durchgeführt.

Mit Mirola, einer kleinen Hexe, die noch nicht lesen, schreiben und rechnen kann, geht es durch den Zauberwald. Die Kinder sind ihr, angeleitet von einer Lehrkraft, behilflich, den Weg zur Schule zu finden. Auf ihrem Weg durch den Wald besuchen sie verschiedene Figuren, die ihnen den Weg erklären, wenn sie bestimmte Aufgaben erfüllen. Diese Aufgaben sind so konzipiert, dass sie einen umfassenden Einblick in die grundlegenden Kompetenzen, die für eine erfolgreiche Schullaufbahn notwendig sind, ermöglichen. 

Während der Bearbeitung der geforderten Aufgaben werden die Kinder von der Klassenlehrerin/ dem Klassenlehrer beobachtet. Nachfolgend werden diese Beobachtungen ausgewertet und Fördermöglichkeiten notiert, um so einen differenzierten Unterricht anbieten zu können.